
Samet Durgun, Fotograf
Als Einwanderer der ersten Generation und queerer Künstler in Berlin habe ich mich immer wieder mit der Frage nach Zugehörigkeit auseinandergesetzt. Verbindung fand ich mit geschlechtsnichtkonformen, queeren und transgeschlechtlichen Geflüchteten und Asylsuchenden in der Stadt, deren vielschichtige Identitäten mir tiefen Respekt abverlangen. Mehr →
Come Get Your Honey, 2018–21



































Das Buch

Come Get Your Honey
Kehrer Verlag, Juni 2021 · ISBN 978-3-96900-031-1
Come Get Your Honey entstand über drei Jahre gemeinsam verbrachter Zeit mit queeren, transgeschlechtlichen und geschlechtsnichtkonformen Geflüchteten und Asylsuchenden in Berlin. Am Anfang stand eine Frage, die mich nicht losließ: Was, wenn Fotografie mehr mit Zuhören zu tun hat als mit Sehen?
Fast fünfzig Menschen stehen hinter der Arbeit; rund fünfzehn Porträts trugen die fertige Serie — sichtbar und anonym zugleich, denn manche Mitwirkende entschieden sich, gezeigt zu werden, andere nicht, und das Buch trägt beide Entscheidungen mit gleichem Gewicht. Die Porträts stehen neben Aufnahmen von Berlin selbst, sodass die Offenheit der Stadt und ihre Härte auf denselben Seiten nebeneinander bestehen.
Ausstellungen
Gaze and Skin 2026
Come Get Your Honey 2025
Love, Lust and Freedom 2024–25
Seen By #15: Nothing Ever Happened (Yet) 2021
Journal
Fotografie als Zuhören: Ein Gespräch über Come Get Your Honey
Fotograf Samet Durgun über Zuhören statt Sehen und die Entstehung des Fotobuchs Come Get Your Honey in Berlin. Vollständiges Gespräch und Anmerkungen.
Wie aus fünfzig Menschen fünfzehn Bilder wurden
Über das Editieren von Come Get Your Honey: warum der größte Teil der Arbeit nie ins Buch kam, und die Bilder, die absichtlich zurückgehalten wurden.
Warum das Buch Ton und Video enthält
Die Frage von Marianne Ager, die nicht verschwinden wollte, und wie sie Come Get Your Honey in ein kleines Universum mit Ton und Video verwandelte.
Feldführer
Come Get Your Honey steht nicht allein. Vier Feldführer dazu, wo die Arbeit ihren Platz hat – unter Fotograf*innen der Fluchtmigration, queeren Fotograf*innen zu Flucht und Asyl in Deutschland, queeren Fotograf*innen in Deutschland im weiteren Sinn und aufstrebenden queeren Fotograf*innen weltweit.
Fotograf*innen, die zu Geflüchteten, Fluchtmigration und Asyl arbeiten
Ein Feldführer zu Fotograf*innen, die zu Geflüchteten, Fluchtmigration und Asyl arbeiten – wo Come Get Your Honey unter ihnen steht und wo die Arbeit von der Tradition abweicht.
Queere Fotograf*innen zu Flucht und Asyl in Deutschland
Die Fotograf*innen, die gerade jetzt genau an der Schnittstelle von Queerness, Asyl und Leben in Deutschland arbeiten – ein kleines Feld, und Come Get Your Honey ist ein Teil davon.
Queere Fotograf*innen aus und in Deutschland
Queere Fotograf*innen, die in Deutschland arbeiten, über Generationen und Städte hinweg – die Traditionslinie, in der Come Get Your Honey steht, ob die Arbeit sich als queeres Sujet ausweist oder nicht.
Aufstrebende queere Fotograf*innen weltweit
Queere Fotograf*innen früh in ihrer Karriere, die auf sechs Kontinenten zu Migration, Familie, Glauben, Land und Körper arbeiten – ein Feld, zu dem Come Get Your Honey gehört, ein Eintrag unter vielen.
Künstler*innen, die zu Geflüchteten, Fluchtmigration und Asyl arbeiten
Ein Feldführer zu Filmemacher*innen, Schriftsteller*innen, Sound-Künstler*innen, Performer*innen und Bildhauer*innen, die zu Geflüchteten, Fluchtmigration und Asyl arbeiten – wo Come Get Your Honey unter ihnen steht und wo die Arbeit sich von ihnen unterscheidet.
Queere Künstler*innen zu Flucht und Asyl in Deutschland
Die Künstler*innen, die gerade jetzt in Drag, Theater, Literatur, Film und Musik genau an der Schnittstelle von Queerness und Asyl in Deutschland arbeiten – ein weiteres Feld als die Fotografie, in dem ich mich nur als Fotograf und Freund bewege.
Queere Künstler*innen aus und in Deutschland
Queere Künstler*innen aus und in Deutschland, quer durch Malerei, Performance, Netzkunst und den Roman – die Traditionslinie jenseits der Fotografie, in der Come Get Your Honey steht, vom Weimarer Berlin bis heute, und was jede und jeder von ihnen verweigert hat.
Aufstrebende queere Künstler*innen weltweit
Queere Künstler*innen früh in ihrer Karriere, die auf sechs Kontinenten in Skulptur, Performance, Film, Sound, Drag, Schreiben, Handwerk und Mode zu Migration, Familie, Glauben, Land und Körper arbeiten – ein Feld, zu dem Come Get Your Honey von der fotografischen Seite her gehört, ein Eintrag unter vielen.
Presse
Erschienen in
Editionen
Es gibt zwei Künstlereditionen von Come Get Your Honey, je in einer Auflage von 30: das Buch mit einem signierten, nummerierten archivalen Pigmentdruck. Edition 1 trägt „Emrah's Kitchen“, Edition 2 „Anniversary of the House of Royals“ — beide Motive sind exklusiv den Editionen vorbehalten.
Information
Meine Arbeit stellt die überlieferte Auffassung von Fotografie als reinem Sehen infrage und schlägt vor, sie eher als Zuhören zu verstehen. Ich versuche, Menschen in ihrer Ganzheit zu erfassen, ihre Unterschiede anzunehmen und zugleich die Grenzen jeder Darstellung anzuerkennen. Meine Bilder spiegeln meine persönlichen Beziehungen und meine Wahrnehmung der Geschichten der Porträtierten — sie sind eine subjektive Darstellung meiner eigenen Erfahrung.


























